Stephanie Monney

Associate

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monney@macharch.ch

Sprachen: Französisch, Deutsch, Englisch, Italianisch

Aus der Westschweiz stammend, absolvierte Stephanie ihren Bachelor und Master Abschluss an den Eidgenössischen Technischen Hochschulen (ETH/EPFL) in Zürich und Lausanne. Während dieser Zeit arbeitete sie ausserdem für mehrere bekannte Architekturbüros, darunter Architram SA (Lausanne), Richter·Dahl Rocha & Associés architectes SA (Lausanne) und m3 Architekten AG (Zürich). Seit ihrem Eintritt bei MACH im Jahr 2011 arbeitet Stephanie an kreativen Strategien für Bally, das Bundesamt für Bauten und Logistik und die Basellandschafltiche Kantonalbank.

 

 

«Architektur muss Emotionen erzeugen»


Unternehmensarchitektur repräsentiert die Unternehmensphilosophie in Form von Bauwerken. Früher entstanden ikonische Firmenzentralen, die Macht und Überlegenheit ausstrahlten. Welchen Weg gehen Unternehmen heute? 
In der Unternehmensarchitektur dreht sich heute alles um Werte und Identität: Wiedererkennungswert gegen aussen, Transparenz und Offenheit nach innen. Die Architektur ist dementsprechend massgeschneidert, personalisiert und bietet Identifikation. Angestrebt wird beispielsweise ein «Boutique Office», in welchem Mitarbeiter ein Gefühl von Zugehörigkeit entwickeln und sich wohl fühlen. Die Architektur erzählt eine Geschichte, vermittelt die Identität der Firma und schafft einen Wiedererkennungswert.

MACH konzipiert und gestaltet Räume für Unternehmen wie Novartis oder die Raiffeisen Bank. Wie verändern neue Arbeitsformen das Office Design?
In der Unternehmenskultur haben flexible Arbeitswelten, Desksharing und Coworking Einzug gehalten. Die Arbeitsumgebung soll eine stärkere Identität, mehr Austausch, Wohlbefinden und Wohnlichkeit bringen. Omnichannel-Strategien und die Integration von Online-Tools unterstützen die Flexibilität der Arbeitswelt. Sie diversifizieren und verbessern die interne wie auch externe Kommunikation.

Was sind die besonderen Herausforderungen im Bereich Hospitality und welche architektonischen Mittel setzen Sie ein? 
Die Werte und Identität eines Betriebs müssen in die Räumlichkeiten übertragen werden. Durch das Zusammenspiel von Räumen, Proportionen, natürlichen Materialien, haptischen Texturen und Licht entsteht eine stimmige Atmosphäre. Die Herausforderung ist es, den richtigen Grad zwischen Repräsentation und Wohlbefinden, Klarheit und Lesbarkeit der Räume zu finden. 

Im Ihrem Kundenportfolio rangieren namhafte Schweizer Firmen wie Bally, Swiss oder IWC, deren Produkte für Schweizer Qualität und Präzision stehen. Und für den Bund gestalteten Sie das Schweizerische Generalkonsulat in Mumbai. Wie bringen Sie Swissness zum Ausdruck? 
Wir setzen auf Authentizität und Natürlichkeit der Materialien. Wichtig sind die Qualität und Zuverlässigkeit in der Planung und Umsetzung, Präzision und «Cleverness» in den Details, Schlichtheit und Klarheit im Design sowie eine innovative und kreative Herangehensweise. Das verleiht den Projekten Glaubwürdigkeit, Prägnanz und Langlebigkeit.

Welches Bauwerk oder Interieur hat Sie kürzlich begeistert?
Gute Architektur ist langlebig. Daher ist die Therme Vals von Peter Zumthor, eine Ikone der Schweizer Architektur, immer noch sehr aktuell. Schöne Beispiele für Corporate Architektur sind Bauwerke von Jean Tschumi aus den 50er Jahren wie der Hauptsitz von Nestlé in Vevey oder der WHO Sitz in Genf. Es geht um mehr als nur Stil. Architektur muss Emotionen erzeugen, menschliche sowie soziale Bedürfnisse beantworten und mit dem Kontext interagieren. Diese Qualitäten finde ich in den Bauwerken der Architektinnen Yvonne Farrell und Shelley McNamara. Etwa in ihrem neusten Projekt, der Kingston University London: moderne Architektur mit hohen räumlichen Qualitäten, aufgelöste Grenzen, ineinandergreifende Räume, visuelle Verbindungen, welche die Kommunikation und den Austausch fördern – ein Labor für Kreativität und Ideen.